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Albertus Magnus. De secretis mulierum. Item de virtutibus - herbarum lapidum et animalium. Mit ill. gestoch. Titel (mitpag.). Amsterdam, Jodocus Janßonius, 1655. 12°. 358 S., 8 Bll. Index. Restaur. Ldr. d. Zt. mit Rückenvergoldung. € 450,-

Wellcome II, 24; Caillet 129 "La plus belle édition de ce livre". - Hübsche Taschenausgabe dieses Albertus Magnus zugeschriebenen Werkes über die Geheimnisse der Frauen, das auch noch über die Eigenschaften der Kräuter, der Steine und der Tiere, also der drei Reiche Pflanzen, Mineralien und Tiere, enthält. S. 220 ff: Scotis, Michaëlis. Rerum naturalium perscrutatoris l'rocemium, in secreta Naturae. - Vorsatz mit älterem Tinteneintrag in französischer Sprache über Albertus Magnus, Titel und S. 3 mit kleinem hs. Eintrag, Papier durchgehend etwas gebräunt, letzte leere Seite mit Wasserfleck.

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Artner, [Marie] Therese von. Gedichte. Gewählt, verbessert, vermehrt. 2 Bde. Leipzig, Hartleben, 1818. 246 S., 1 Bl.; 220 S., 2 Bll. Brosch. d. Zt. mit hs. Rck. Tit. Schnitt etwas stockfl. Stempel der Bibliothek Fürstenberg verso Titel. € 210,-

Goedeke VII, 79, 10; Kosch (3. A.) I, 169; Schindel I, 13 30; ADB I, 614; ÖLB I, 31; Friedrichs 9. - Die Dichterin (1772 1829) eiferte anfänglich dem "Göttinger Dichterbund" nach. "Ihre wahre Bedeutung liegt aber zweifellos in der Vermittlung deutscher Kultur im ungarischen und kroatischen Raum..." (NDB I, 403).

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Brun, Friederike geb. Münter. Neue Gedichte. Mit gest. Front. nach A. Kauffmann und 2 gest. Vign. von Schnell. Darmstadt, Heyer und Leske, 1812. XII S., 1 Bl. 198 S., 2 Bll. Umschl. d. Zt. , etwas schadhaft, unbeschnittenes Exemplar, teilweise gebräunt. € 250,-

Goed. V, 431, 7. - Gedichte. 2. Band. - „Friederike Sophie Christiane Brun (17651835), die Tochter des Dichters Dr. B. Münter, welche durch die Brüder Stolberg zu dichterischen Versuchen angeregt und auf einer großen Reise durch Deutschland mit den bedeutendsten Schriftstellern bekannt wurde. Von größter Bedeutung war ihre Freundschaft mit Matthisson" (Gross, Deutschlands Dichterinnen und Schriftstellerinnen, 99). Mit Angelika Kaufmann, die das Frontispiz „Die Trauernde" gezeichnet hat, war sie ebenfalls befreundet

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Brun, Friederike, geb. Münter. Tagebuch einer Reise durch die östliche, südliche und italienische Schweiz. Ausgearbeitet in den Jahren 1798 und 1799. Mit 3 Kupferstichen (J. A. Darnstadt sc.). Kopenhagen, Brummer, 1800. Tit., IV S., 1 Bl., 540 S. Restaur. Pp. Bd. d. Zt., zu Beginn gering fingerfleckig, vereinzelte Braunflecken, unbeschnittenes, breitrandiges Exemplar auf festem Papier. € 850,-

Erstausgabe. - Goed. V, 431, 7, 5; Schindel 67ff.; Wäber I, 50; Engelmann 923, Bibl. Danica II, 408. - Die dänisch deutsche Schriftstellerin (1765 1835) war mit Matthisson, Karoline von Humboldt und Madame de Staël befreundet. Sie lebte mit Mann und drei Töchtern in Kopenhagen, wo sie vierzig Jahre lang einen attraktiven Salon führte. Aus gesundheitlichen Gründen besuchte sie gerne die wärmeren südlichen Länder. Ihre Beschreibungen der Reisen bestechen durch die gute und einfühlsame Beobachtungsgabe der Autorin. "Die helvetische Revolution animiert sie zu Vergleichen mit dem vorherigen (ihrer Meinung nach besseren) Zustand der Schweiz und einer Fülle von konservativen Revolutionsmetaphern" (Griep / Pelz, Frauen reisen. Nr. 117). Über die Menschen der bereisten Regionen und die Natur berichtet sie in anregenden Schilderungen. "Die Reisebeschreibungen sind bei aller weiblichen Verschwommenheit belehrend" urteilt Goedecke. Die Kupfer zeigen den Wallenstädter See, die Seebucht nach Flüele (Vierwaldstätter See) und den Lago Maggiore.

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Busch, F(erdinand) B(enjamin). Theoretischpraktische Darstellung der Rechte geschwächter Frauenspersonen gegen ihre Verführer und der unehelichen Kinder gegen ihre Erzeuger, aus dem Gesichtspunkt des gemein bürgerlichen Rechts betrachtet. Nebst einem Anhange, enthaltend die hierüber bestehenden Verordnungen der kaiserl. königl. Oestereichischen, königl. Preußischen, Baierischen und königl. Sächsischen Gesetzgebungen, ingleichen die des Großherzogthums Sachsen- WeimerEisenach und der Herzogthümer Coburg und SachsenAnhalt. Ilmenau, Voigt, 1828. XXIV, 502 S. Pp. d. Zt. mit rotem RckSch und dreiseitigem Rotschnitt, Name auf Vorsatz. € 500,-

HaynGotend. I, 508; nicht im KvK. - Seltene juristische Schrift des Regierungs- Advocat und AmtsCommissair zu Arnstadt. In seiner Vorrede weist er darauf hin, daß „Unter diejenigen Lehren des bürgerlichen Rechtes, welchen noch am wenigsten bearbeitet sind, und worin die verschiedensten Meinungen herrschen, gehört ohnstreitig auch die Lehre von den Rechten der Geschwächten gegen ihre Verführer und der unehelichen Kinder gegen ihre Erzeuger". Das Werk ist in zwei Abteilungen geordnet: „Von den Rechten der Geschwächten gegen ihre Schwängerer und des letztern Verbindlichkeiten" und „Von den Rechten des unehelichen Kindes", jeweils in verschiedene Kapitel und Abschnitte aufgeteilt. - Text minimal gebräunt, insgesamt gutes Exemplar dieses ausgesprochen interessanten Werkes.

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Campe, Johann Heinrich. Vaeterlicher Rath für meine Tochter. Ein Gegenstück zum Theophron. Der erwachsenern (sic !) weiblichen Jugend gewidmet. Mit gestoch. Frontispiz. Braunschweig, Im Verlag der Schulbuchhandlung, 1789. XLIV (Vorwort, Subskr. Verzeichnis, Inhalt), 510 S., 1 Bl. Vlg. Verz. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel u. floraler Rückenvergoldung, etwas bestoßen und berieben. € 340,-

Seltene Erstausgabe. - W. G.² 230, 36; Wegehaupt 389; Brüggemann/Ewers 625 ff.; Seebaß 337; vgl. Slg. Borst 594. Ausführliche Würdigung s. Tänzler "Frauenrolle und Frauenbildung in der Zeit der Aufklärung am Beispiel Johann Heinrich Campes "Väterlicher Rath...". - "Als ich vor einem Jahre einige, meiner Tochter gewidmete Bruchstücke über die weibliche Bestimmung und über die dazu erforderliche Vorbereitung und Ausbildung, dem Braunschweigischen Journale einzuverleiben anfing, hatte ich noch nicht die Absicht, ein ganzes Buch darüber zu schreiben, noch weniger ein ganzes Buch darüber drucken zu lassen" (aus dem Vorwort) und "Der natürliche Wirkungskreis des Weibes ist das Hauswesen. Dieses besteht, auch bei der kleinsten Haushaltung, aus einer großen Vielfalt und Mannigfaltigkeit von Dingen und Geschäften. Jene zu ordnen, zu brauchen, zu verwahren und zu erhalten, diese einzutheilen, sie auf die rechte Art zur rechten Zeit zu verrichten und unter ihrer Aufsicht verrichten zu lassen, ist die erste unumgängliche Pflicht der Hausmutter". - Campe (1746 1818), Hauslehrer der Gebrüder Humboldt, scheiterte mit seinen Plänen zur Umgestaltung des Braunschweiger Schulwesens an der Kirche und an den Landständen. Er war Verfasser populärer Kinder und Jugendbücher. - Das umfangreiche Subskribentenverzeichnis enthält u.a. die preußischen Prinzessinnen August, Louise und Wilhelmine. - Text zu Beginn etwas stockfleckig, insgesamt jedoch gutes Exemplar der seltenen Erstausgabe.

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Clisander. Einleitung in die WeltWeißheit oder Philosophie eines galanten Frauenzimmers. In welcher dargestellet wird I. Die natürliche Erkänntniß Gottes; II. Die Erkänntniß menschlicher Vernunfft. III. Die Erkänntniß der gantzen Moral oder Sitten, Lehre, Welche in drey unterschiedenen Abhandlungen in sich begreifft die Erkänntniß des menschlichen Willens, die Erkänntniß des höchsten Gutes, die Erkänntniß des natürl. Rechts, IV. Die Erkänntniß der gantzen Natur, V. Die Erkänntniß des menschlichen Cörpers. Leipzig, Coerner, 1720. 8?. 7 nn. Bll., 1058 S., 7 nn. Bll. Pergament der Zeit (gering fleckig). € 920,-

Erste und einzige Ausgabe, sehr selten. - „Das erste deutsche Philosophielehrbuch extra für Frauen erschien unter dem Pseudonym Clisander 1720 in Leipzig...Clisanders Lehrbuch würd der Thomasius Schule zugerechnet" (Lang, Lehrdichtung). „Damenphilosophie" ist als wissenschaftlicher Terminus umstritten, steht aber nicht in semantischer Nähe zu „Damenkränzchen". Der Begriff „Dame" verwies bis zum 18. Jahrhundert auf einen aristokratischen Kontext, eroberte aber später das bürgerliche Terrain. - Titel in Rot- Schwarz- Druck. Gering stockfleckig, Titel mit handschriftlichen Seitenzahlen. Insgesamt gutes Exemplar dieses seltenen Werkes.

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Fenelon, [Franz v. Salignac de la Mothe Fenelon]. Ueber Mädchen Erziehung. Nebst einem Briefe des Verfassers an eine hohe Dame über die Erziehung ihrer einzigen Tochter. Wien, Grund, 1823. Kl. 8°. 150 S., 2 Bll. (Inhalt u. Verbesserungen). Etwas späterer HLn., mit goldgepr. Rck. Titel u. leichter ornament. Rck. Vergoldung, verblasst. € 220,-

In seiner Vorrede schreibt der Übersetzer "Die vielen verunglückten Versuche, die man in unseren Tagen im Fache der Erziehung überhaupt, in dem der Mädchen Erziehung insbesondere, gemacht hat, dürfte wohl schon den Wunsch erregt haben, etwas Gründliches und Probehältiges darüber lesen zu können. Fenelon, ehemaliger Erzbischof zu Cambray, bekannt durch seinen sanften Charakter, wie durch sein apostolisches Wirken, durch seine Kenntnisse, und seine in hohem religiösem Geiste verfassten Werke, hat uns vorliegende Schrift darüber hinterlassen. Von so kleinem Umfange sie auch ist, beurkundet sie doch, was er der Welt gegeben hat, seine Meisterhand." Die vorliegende Ausgabe ist gewidmet "Ihrer Majestät der allverehrten Kaiserinn von Oesterreich, Carolina Augusta."

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Geisler, A.[dam] F.[riedrich] der Jüngere (Hrsg.). Archiv weiblicher Hauptkenntnisse für diejenigen jedes Standes, welche angenehme Freundinnen, liebenswürdige Gattinnen, gute Mütter, und wahre Hauswirthinnen seyn und werden wollen. Herausgegeben von einer Gesellschaft von zwey und vierzig deutschen Frauen.... 2. Jahrgang. Mit 12 (6 kol.) teils gefalt. Kupferstichen. Leipzig, Geisler, 1788. Kl.8?. 774 S. Pappbd. d. Zt. mit Rck.Schild, etwas berieben, Bezugspapier an den Gelenken teils abgeplatzt, dreis. Rotschnitt. € 320,-

Seltene Zeitschrift mit Backrezepten, Beiträgen zur Erziehung, Informationen zur Mode etc. ‚Die erste deutsche Hausfrauenschrift war „Archiv weiblicher Hauptkenntnisse...'" (Die Geschichte der Zeitungen in Deutschland). Text durchgehend etwas gebräunt, insgesamt aber gutes Exemplar dieser frühen Frauenzeitschrift.

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Geisler, Adam Friedrich]. Gallerie edler Deutscher Frauenzimmer. Mit getroffenen Schattenrissen. Bd. I, Heft 2. Mit 5 kol. gestoch. Schattenrissen. Dessau und Leipzig, Buchhandlung der Gelehrten, 1784. Kl.8?. 384 S. Schlichter Pappbd. d. Zt., angeschmutzt u. abgegriffen, Vorsätze mit zarten Kritzeleien. € 550,-

Wohl erste Ausgabe. - HaynGot. VII, 126 (Rar); Allgemeine Lit. Zeitung Bd. 12; Kayser 327. - Seltene, sehr schön ausgestattete, aus bibliographischer Sicht aber verwirrende Zusammenstellung von zeitgenössischen Frauenporträts. H/G. beschreibt einen weiteren fast identischen Titel mit einem völlig anderen Inhalt (Biographien sächsischer Frauen) in Halle bei Hendel erschienen. In diesem 2. Heft (von 4 wohl erschienenen) werden die Kurfürstin Amalie Auguste von Sachsen, Louise Henriette Wilhelmine, Fürstin von AnhaltDessau, Elisabeth Wilhelmine Louise, Prinzessin von WürtembergStutgard, Sophie von La Roche und Wilhelmine Friederike Schneider, Buchhändlersgattin aus Leipzig dargestellt. War das Werk ursprünglich auf mindestens 6 Hefte angelegt, scheint es sich für Autor und Verlag nicht gelohnt zu haben und wurde daher nach 4 Heften eingestellt. Enthält das vorliegende 2. Heft im Pränumerantenverzeichnis noch ca. 200 Vorbestellungen, so schreibt der Autor um 3. Heft „Ist also daran gelegen, daß mehr als 6 Hefte erscheinen, so bitte jedem, dem es darum zu thun ist, dieses Werk bekannter zu machen und Pränumeranten zu sammeln". Das scheint aber keinen Erfolg gehabt zu haben. Laut Geisler wurden die Bände in zwei verschiedenen Qualitäten angeboten, einer billigen, nicht kollorierten auf Druckpapier und einer besseren kolorierten Ausgabe auf Schreibpapier, wie das vorliegende Exemplar. - Das Porträt der Stuttgarter Prinzessin gering fleckig, Seiten leicht gebräunt, leichte Gebrauchsspuren, insgesamt jedoch gutes Exemplar dieses ausgesprochen seltenen Werkes.

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Gottsched - Herrn Alexander Popens Lockenraub, ein scherzhaftes Heldengedicht. Aus dem Englischen in deutsche Verse übersetzt von Luisenn Adelgunden Victorien Gottschedinn. Nebst einem Anhange zwoer freyen Uebersetzungen aus dem Französischen. Mit gest. Tit. Vign., mehreren Textvign. u. 5 ganzs. Kupferstichen von Bernigeroth nach Zeichnungen von A. M. Werner. Leipzig, Breitkopf, 1744. 56 S. Pp. im Stil der Zeit. € 1.150,-

Erste Ausgabe dieser Übersetzung der Gottschedin, gewidmet der Fürstin Luise Dorothea, Herzogin zu Sachsen. In ihrer Vorrede an die Leser berichtet sie über die Entstehung der Übersetzung: "Es sind bereits 6 bis 7 Jahre verflossen, daß ich, theils aus eigener Bewegniß, theils auf Anrathen guter Freunde, dieselbe angefangen: dennoch arbeitete ich nur furchtsam daran, indem ich kein ander Original hatte, als die französische ungebundene Uebersetzung, welche zu Paris 1728 in12, von einem Ungenannten herausgegeben worden. Ich wußte nämlich schon damals, was mich nach diesem eine beständige Erfahrung täglich mehr gelehret hat, daß nichts ungetreuers und abweichendes zu finden sey, als die Uebersetzung der Franzosen. [....] Ich bemühete mich also, den Grundtext aus England zu bekommen; aber einige Jahre vergebens". Zu den zwei Gedichten von Madame Deshouliere im Anhang schreibt sie: "Von den beyden Gedichten, die hinten angehängt worden, muß ich noch erinnern, daß ich sie gleichsam aus Rache gegen meinen französischen Uebersetzer, der mit so viel vergebliche Mühe gemacht hat, angehängt habe". Über Anna Maria Werner (1688 1753), Hofmalerin in Dresden, s. Höschele "Leben und Werk der Dresdener Hofzeichnerin Anna Maria Werner". - Titelblatt mit wenigen handschriftlichen Notizen, auf der Titelrückseite handschriftliche Notizen zur Gottschedin. Text durchgehend etwas gebräunt und wenig fleckig. - Trotz der angegebenen Mängel gilt Lanckoronska Oehler S. 63 f: Das Werk zählt "zu den schönsten der sächsischen Bücher".

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Gottsched, J. Chr., Hrsg.). Die vernünftigen Tadlerinnen. 2 Teile in 1 Bd. Mit gestochener Titelvign. von M. Bernigeroth d. J. nach I. A Richter u. zahlr. Textvignetten. Leipzig und Hamburg, Conrad König, 1738. Tit., 7 Bll., 464; 470 S., 9 Bll. (Register). Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rückentitel, bestoßen, Text durchgehend etwas fleckig, Exlibris. € 1.450,-

W. G.² 427, 80. Sehr seltene erste Buchausgabe, nicht bei Goedeke, einer der wichtigsten deutschen Moralischen Wochenschriften, einem Typ von Zeitschriften, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Umlauf war und wesentlich zur Verbreitung der Ideen der Aufklärung beigetragen hat. Die Zeitschrift erschien zuerst in den Jahren 1725 26 in 2 Jahrgängen zu je 25 Stück. In der vorliegenden Ausgabe gibt lediglich die Unterschrift unter der Widmung an Rahel Sophie Marschall den Hinweis auf den Herausgeber, der in die Rolle einer Frau schlüpfte und Mitarbeiter beschäftigte. Die „Tadlerinnen" gestatten einen facettenreichen Einblick in die soziokulturelle Situation des frühen 18. Jahrhunderts. Die Notwendigkeit weiblicher Bildung wird betont, Emanzipationsszenarien allerdings nur ironisch, werden entworfen. Außerdem versteht sich die Zeitschrift mit ihren Diskussionen über Sprache und Poesie als Medium ästhetischer Geschmacksbildung, als Wegbereiter einer allgemeingültigen Nationalsprache sowie einer deutschen Nationalliteratur. (Teilw. zitiert nach Beck, Ruhr Universität Bochum). Die Zeitschrift war, entgegen den üblichen Usancen, von Beginn an auf zwei Jahre begrenzt. Dem Vorwort zu Teil 1 ist zu entnehmen, dass auch die Gottschedin Texte beigetragen hat.

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Grupen, Christian Ulrich. De uxore theotisca. Von der Teutschen Frau. Insbesondere: I. De virginum praegustatoribus... II. Von Braut und Bräutigam und ihren Benennungen. III. Von der Jungfräulichen Aussteuer, Kisten Pfande und Ingedomte. IV. Filia in capillo & casa, von der unberathenen Tochter. V. Von der Angel Sächsischen Braut. VI. Von den Mantel Kindern. Mit einer Praeliminair Dissertation. Von der Vermählung Hertzogs Henrichs des Leuens mit der Königlich Englischen Printzeßin Mathildis... Mit 4 (1 gefalt) Kupferstichen und 8 Textkupfern. Göttingen, Johann Wilhelm Schmidt, 1748. Kl. 4°. 32 nn Bll. (Vorrede), 63, 290 S., 23 nn Bll. (Index). HPgt. d. Zt., Rücken restauriert. € 640,-

Erstausgabe. - Hayn/Got.II, 696. - Bedeutendes Werk zur deutschen Rechts und Kulturgeschichte mit vielen Dokumenten zur juristischen, sozialen und materiellen Situation der Frauen seit dem Mittelalter. Die in der Vorrede angekündigte Fortsetzung wurde nie veröffentlicht. Der Autor (1692 - 1767) war u.a. Bürgermeister von Hannover und galt als "das bedeutendste hannoversche Stadtoberhaupt im 18. Jahrhundert". Er reformierte und modernisierte das Armen- und Schulwesen, das Feuerlösch- und Medizinalwesen und reaktivierte in Vergessenheit geratene Privilegien. - Einband etwas berieben, Text papierbedingt gebräunt und vereinzelt stockfleckig, insgesamt jedoch gutes Exemplar dieses überaus interessanten Werkes mit dem häufig fehlenden letzten Blatt "Bericht an den Buchbinder wegen der Kupfer".

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Klopstock, Margareta. Hinterlaßne Schriften (Hrsg. von Fr. G. Klopstock). Hamburg, Bohn, 1759. LXXXIV, 84 S. Ldr. d. Zt. mit goldgepr. Rck.Tit., restaur. € 650,-

Erste Ausgabe. - Goed. IV/1, 178, 75; Burckhardt/Nicolai 98. Das vorliegende Werk stellt ein ergreifendes Dokument einer grossen Liebe dar. Es enthält Briefe von verschiedenen Absendern, „Briefe von Verstorbnen an Lebendige", „Der Tod Abels. Ein Trauerspiel", „Zween geistliche Gesänge" und „Fragment eines Gesprächs". Margarete (Meta) Klopstock, geb. Moller (17281758) „ist die erste, die den Brief ‚als eine Kunst des Spontanen, Persönlichen und Lebensnahen' in Deutschland zu höchstem Rang geführt hat...Mit ihren Briefen erschließt die Hamburger Bürgerstochter - viel überzeugender noch als der zeitgleich auftretende Briefreformer Gellert - die Möglichkeiten einer Geschlechts und Klassengrenzen transzendierenden Briefprosa" (Dt. Lit. von Frauen, Bd. 1). - Papier etwas gebräunt, erstes weißes Blatt mit handschriftlichem Besitzvermerk, insgesamt gutes Exemplar dieser seltenen Ausgabe.

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La Roche, Sophie v.]. Journal einer Reise durch Frankreich, von der Verfasserin von Rosalien Briefen. Mit Tit. Vign. Altenburg, Richter, 1787. Tit., 590 S. HLdr. im Stil der Zeit mit Rck. Sch. u. reicher Rck. Vergold. € 950,-

Erstausgabe. - W. G.15; Schindel II, 206; vgl. Goed, IV, 593, 25 (nur als Teil der "Erinnerungen" erwähnt). - Sehr anschaulich und mit großem Interesse an den besuchten Städten, Landschaften und deren Bewohnern schildert die Autorin (1731 1809) in Tagebuchform ihren Töchtern diese Reise, als Pendant zur "Schweizerreise" gedacht. Sie beschreibt die königliche Bibliothek, zeitgenössische Modekapriolen, den Besuch einer Taubstummenschule, Beobachtungen über Erziehung u.v.m. - Text teils etwas stockfl., 1 Bl. mit hinterlegtem Einriss, wenige Bll. mit leichten Wurmfraßspuren.

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Mill, John Stuart. Die Hörigkeit der Frau. Aus dem Englischen übersetzt von Jenny Hirsch. Berlin, Bergold, 1869. 2 Bll., 176 S. HLn. d. Zt., mit hs. Rückentitel u. hs. Bibliotheksnummer auf Vorderdeckel, etwas bestoßen. € 600,-

Deutsche Erstausgabe im Jahr der Erstausgabe. - Das in England erschienene Werk des englischen Philosophen und Ökonomen hatte bedeutenden Einfluss auf die Frauenbewegung. "His next treatise `The subjection of Women` was not published till 1869. He was one of the founders...of the first women`s suffrage society, which developed into the National Union of Women`s Suffrage Societies, and his writings are the classical theoretical statement of the case for women`s suffrage. He presented to Parliament the first petition on the subject". (Enc. Brit. 14th ed., vol.15). Über M.`s ethische Grundsätze schreibt Carter / Muir (Bücher, die die Welt bewegten) "Mill entdeckte, daß das `Höchste Gut` der Gemeinschaft untrennbar mit der Freiheit des Individuums verbunden ist. Von Freiheit hatte man bisher nur in Beziehung zu Tyrannei und Unterdrückung gesprochen. Mill erweiterte den Begriff der Tyrannei auf die Unterdrückung der unter Zwang von Sitten und Gebräuchen stehenden Mehrheit der Menschen...Viele der Ideen Mills bilden heute einen festen Bestand demokratischen Gedankengutes, und seine Argumente für jegliche Rede oder Denkfreiheit sind unübertroffen". - Name und Bibliotheksstempel auf Titel, Stempel im Vorderdeckel, zahlreiche Bleistiftanstreichungen im Text und wenige Bleistiftanmerkungen.

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Mühlbach, L. [ps. f. Clara Mundt, geb. Müller]. Federzeichnungen auf der Reise nach der Schweiz. 3 Bde. in 1 Bd. Berlin, Mylius, 186465. Kl.8?. 213 (1); 170 (2); 251 (1) S., 1 Bl., 1 Bl. Vlg.Anz. HLdr. d. Zt., berieben, Rücken mit Kapitaleinriss. € 525,-
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Paullini, C.[christian] F.[ranz]. Hoch und Wohlgelahrtes Teutsches FrauenZimmer, Abermahl durch Hinzusetzung unterschiedlicher Gelehrter / Wie auch Etlicher Ausländischer Damen hin und wieder um ein merckliches vermehret. Mit Vign. Franckfurth und Leipzig, Joh. Christ. Stößels seel. Erben Drucks Johann Michael Funcke, 1712. Kl.8?. 168 S. Neuer Pp.Bd. € 480,-

Das FrauenzimmerLexikon des „multitalentierten Gelehrten" Christian Franz Paullini (16431712), dessen „Heilsame DreckApotheke" besondere Verbreitung fand, erschien erstmals 1705 und enthält weibliche Biographien von Adelheid, einer Nonne des Benediktiner Ordens in Bingen, bis Eva Catharina Zyserin, aber auch einen kleinen Beitrag über Sappho „ein überaus geiles Weib". Ein längerer Beitrag, mit einem Gedicht, ist Anna Maria Schurmann gewidmet, die bereits 1641 für Frauen einen Zugang zu den Wissenschaften forderte. - Die Seiten papierbedingt etwas gebräunt, vereinzelte, nicht störende Flecken, S. 168 durch die Bindung Verlust weniger Buchstaben. Insgesamt jedoch gutes Exemplar.

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Schopenhauer, Johanna. Die Tante. Ein Roman. 2 Bde. Frankfurt am Main, Wilmans, 1823. 376; 408 S., 2 Bll. Vlg.Anz. Pp. d. Zt. mit goldgepr. Rck.Tit., etwas bestoßen und Buchblock gering verzogen. Text durchg. etwas stockfl. € 245,-

Erstausgabe. - „Merkmale weiblicher Diaristik sind im gesamten Werk Johanna Schopenhauers erkennbar. Nicht nur Gegenwartsdimensionen, Wahrheitsdrang, bewußtes ‚weibliches' Ich, was zur scharfen Kritik an Frauen führt, die sich männliche Haltung in Kleidung, Gebaren sowie in den Ansprüchen, nach ihren Worten, zu eigen machen, kommen zutage, sondern vor allem die mimetische Transgression. Ihre vielgelesenen Entsagungsromane klassischer Form zeigen eine taktische Verwendung gängiger erzählerischer Mittel und ein scheinbares Akzeptieren der gesellschaftlichen Regeln, die sich aber in der Übertretung derselben umkehrt". (Dt. Lit. von Frauen, Bd. 2)

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Staël[Holstein, Germaine, née Necker] von. Corinna oder Italien. Aus dem Französischen übersetzt [von Dorothea Schlegel] und herausgegeben von Friedrich Schlegel. 4 Bde. in 2 Bdn. Berlin, Unger, 1807. Kl.8?. 282; 333; 366; 383 S. Restaur. HLdr. d. Zt. € 380,-

Seltene erste deutsche Ausgabe, im Jahr der französischen Erstausgabe erschienen. - Goed. VI, 28, 4; Fromm VI 24662 (ungenau). - Der teilweise autobiographische Roman, der sein Entstehen der Italienreise von 18051807 und der Liebesbeziehung der Mme. de Staël zu dem jungen Diplomaten de SouzaHolstein verdankt, richtet sich gegen die soziale Benachteiligung der Frau und vertritt ihr Recht auf Liebe außerhalb der Ehe sowie ihren Anspruch auf geistige Ebenbürtigkeit. - Ursprünglich war August Wilhelm Schlegel als Übersetzer vorgesehen, der die Arbeit jedoch seinem Bruder, der wieder einmal in Geldnot war, zuschanzte, schließlich blieb sie bei Dorothea hängen. Der Rezensent der „Zeitung für die elegante Welt" befand „Die Übersetzung von Hrn. Schlegel ist so, wie man sie von einem so gewandten, kenntnisreichen Schriftsteller erwarten kann, d. h. vortrefflich..." - so viel zum Anspruch auf geistige Ebenbürtigkeit. - Vereinzelte Stockfl., insgesamt gutes Exemplar.

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Unzer, Johanna Charlotte. Versuch in sittlichen und zärtlichen Gedichten. Mit gestoch. Titelvign. Halle, Hemmerde, 1754. Kl.8?. Tit., 3 Bll., 149 (3) S. Pp.Bd. d. Zt. mit hs. Rückentitel, Titel mit Stempel der Hofbibliothek Donaueschingen. € 920,-

Angebunden: Die Dichterin Lesbja. Altona, Korte, 1754. Mit gestoch. fig. Titelvign. 78 S., 1 Bl. - „Ja einige von Ihnen, so Johann Charlotte Unzerin und die „Dichterin Lesbja" gesellen sich der lebensbejahenden Richtung der Anakreontiker zu. Aber von einer ausgedehnten Tätigkeit der Frau ist hier noch nirgends die Rede „ (Touaillon S. 65). Zu 1: Goed. III, 331, 73, 1 (irrig „1734") und IV, 1, 109, 23, 3; HaynGot. VIII, 46; Friedrichs 317. - Erste Ausgabe der zweiten Lyrikveröffentlichung der gebürtigen Hallenserin (17241782), die seit 1752 bis zu ihrem Tod in Altona lebte. Die gekrönte Dichterin war die Tochter des Organisten, Komponisten und Musikschriftstellers Johann Gotthilf Ziegler und mit dem Arzt, Psychologen und Dichter Johann August Unzer verheiratet. Die Autorin bemühte sich um Bildung und Eigenständigkeit der Frauen. Johanna Charlotte Unzer hatte bereits in ihrem Gedichtband in weiser Voraussicht darauf wie folgt geantwortet „So Schwester! richtet uns die Welt, / und dies sind vieler Männer Klagen. / Doch ist uns auch freygestellt, / Viel schönen Männern dieß zu sagen." - Zu 2: Goed. IV/1, 30; HaynGot. IX, 347. - Erste Ausgabe der seltenen oft kokettanzüglichen Gedichte. Einzige Ausgabe der unbekannt gebliebenen Autorin, die laut Goedeke eine Freundin des Hamburger Arztes und Dichters Michael Dietrich Blohm war. Möglicherweise ist er der Herausgeber, der sich im Vorwort bei „Lesbja" dafür entschuldigt, die ihm vertraulich überlassenen Gedichte ohne ihr Wissen veröffentlicht zu haben. - Text durchgehend etwas braunfleckig, insgesamt jedoch gutes Exemplar dieses interessanten Doppelwerkes.

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Valois de La Motte, Gräfin [Jeanne] von. Denkwürdigkeiten.... enthaltend: die Geschichte des diamentenen Halsbandes, den Briefwechsel zwischen der Königin von Frankreich und dem Kardinal von Rohan und eine Vorstellung an den König von Frankreich um nochmalige Untersuchung des geheimnißvollen Handels von ihr selbst geschrieben. Aus dem Englischen übersetzt. [Nürnberg], [Felsecker], 1789. Kl.8?. 4 Bll., 344 S., 44 S. Pp. d. Zt. mit hs. Rck.Tit. Durchg. etwas gebräunt u. stockfl. € 480,-

Seltene deutsche (erste ?) Ausgabe der Memoiren der französischen Abenteuerin, im Jahr der Erstausgabe, lt. KVK bei Felsecker in Nürnberg erschienen. Eingehende Würdigung s. Nouv. Biogr. Gen. XXIX S. 267 ff. Der Abenteurer Cagliostro u. Gräfin L. täuschten dem Kardinal Prinz Rohan, der am Hof in Ungnade gefallen war, vor, er könne sich die Gunst MarieAntoinettes durch ein kostbares Halsband erkaufen. Der Kardinal kaufte Diamanten, damit L. sie der Königin übergeben könne, doch verkaufte die Gräfin sie nach England. Im Mai 1786 wurde sie zu Brandmarkung u. lebenslängl. Zuchthaus verurteilt, entkam aber am 5.6.1787 nach England. Von Schulden u. drohender Verhaftung bedrängt, stürzte sie sich aus dem Fenster" (Lexikon der Frau). - Die sogenannte Halsbandaffäre verstärkte den Hass des Volkes auf das Königshaus, obwohl der Schwindel aufgedeckt worden war. - Im Anhang „An das Publikum über die Ursachen, welche die Bekanntmachung der Denkwürdigkeiten....bis jetzt verzögert haben".

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Wallenrodt, Johanna Isabella Eleonore von]. Was fordert Pflicht und Vortheil der Deutschen? In einem Sendschreiben an den Adel und die Ordensritter der deutschen Länder von einem ihrer Mitglieder. o. O, o. Dr, 1794. Kl.8?. 72 S. Pappbd. d. Zt. mit goldgepr. Titel auf Vorderdeckel, Bibl. Nr. auf Rücken u. im Vorderdeckel. € 380,-

Holzm.Boh. AnonymenLexikon III, 8705; ADB XL, 734; nicht bei Goed.; über die Autorin s. Gross S. 66 u. Touaillon S. 313323. - „Die schriftstellerische Bedeutung von Johanna Isabella von Wallenrodt ist äußerst gering, doch ist sie für die Geschichte des deutschen Frauenromans im 18. Jahrhundert dadurch nicht ganz unwichtig, daß sie den Typus der deklassierten Frau in der damaligen Literatur vertritt ..." (Touaillon). - Bei der vorliegenden anonym erschienenen Schrift handelt es sich um ein ungewöhnliches Manifest einer deutschen Adeligen während der Zeit starker Kritik an ihrem Stande. Sie versucht eine neue Definition des Adels zu finden und unterteilt die Gesellschaft in „Vornehme" und „Volksstand". Bürgerliche werden dank ihres Vermögens oder Kraft eines hohen Amtes dem Adel annähernd gleichgestellt und sollen eine Art Vetorecht bei sachlich falschen Entscheidungen des Landesherrn bekommen. Selbstverständlich bleiben Besitzlose weiterhin von einer politischen Einflussnahme ausgeschlossen. - Text durchgehend etwas gebräunt, Stempel der Mecklenburgischen Ritter und LandschaftsBibliothek auf Titelrückseite.

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Weiße, C. F.]. Amazonen-Lieder. Leipzig Weidmann Erben u. Reich, 1762. 12° 3 Bll., 106 S. Geprägter Ln.-Bd. des 19. Jahrhunderts, minimal berieben. € 250,-

Goed. IV/1130, 4 (gibt irrtümlich 1760 für die EA an); Hayn, Amazonen-Lit. 8. - Erste Ausgabe noch ohne die Vign. von Oeser, die bereits 14 Tage nach Erscheinen vergriffen war. - Titel verso mit handschriftlichem Namenszug. Leicht gebräunt und etwas fleckig, zwei Blätter im Bund mit Leinen verstärkt, insgesamt noch gutes Exemplar.

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Wichmann, Christian August]. Geschichte berühmter Frauenzimmer. Nach alphabethischer Ordnung aus alten und neuen in und ausländischen GeschichtSammlungen und Wörterbücheren zusammen getragen. Teil 12 (von?). Leipzig, Böhmen, 1772. Kl.8?. XVI, 776, 838 S. Marmor. Pappbd. mit goldgepr. Rückentitel. Stempel einer Adelsbibliothek auf Titel. € 145,-

Tl. 1: AB; Tl. 2: C bis F nebst Zusätzen zum ersten Theil. - In seinem Vorbericht schreibt der Autor „Das männliche Geschlecht mag sich auf seinen vorzüglichen Verstand noch so viel zu gute thun, oder sich der Würde seiner Natur noch so sehr erheben [.....] so hat doch, wie es scheint, die Ungleichheit zwischen beiden Geschlechtern nicht so wohl in der Ungleichheit ihrer geistigen Fähigkeiten, als ihrer leiblichen Kräfte bestanden". Und über den geplanten Umfang des Werkes „Der Bequemlichkeit halber wird man bey Endigung des ganzen Werkes ein allgemeines NamenRegister dem letzten Bande beigefügt". Wieviel Bände tatsächlich erschienen sind, konnte ich bislang nicht ermitteln. - Text durchgehend etwas gebräunt.

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